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Pflanzung eines Bambus
Eventuell
Einbau einer Rhizomsperre
(siehe unten)
- Bambus im Container vor dem Setzen gut giessen.
- Genügend weite Pflanzgrube ausheben.
- Um dem Bambus ein Nährstoffdepot zur Verfügung
zu stellen, zuunterst im Pflanzloch etwa 2–3 l gut
verrotteten Kompost einbringen.
- Container (Topf oder Folie) vom Wurzelballen entfernen.
- Wurzelballen mit dem Messer an mehreren Stellen ca.
1 cm tief einschneiden.
- Die Pflanze so tief in die Grube stellen, dass der
Ballen bündig mit der Bodenoberfläche zu stehen
kommt. In ganz lockeren Böden können Bambusse
evtl. etwas tiefer gepflanzt werden.
- Die Erde der Kulturschicht evtl. mit Kompost oder feuchtem
Torf mischen und rund um den Ballen einfüllen.
- Einschwemmen (mit reichlich Wasser giessen) und eine
Giessmulde erstellen.
- Anschliessend kann der Boden mit 2–3 l/m2 Kompost,
Mulch oder Laub abgedeckt werden.
Wichtig: Nach dem Pflanzen, besonders bei trockener
Witterung, regelmässig giessen.
Ausläufer treibende Bambusse,
Einbau einer Rhizomsperre
Gewisse Bambusse treiben Ausläufer und können sich dadurch im Garten in unerwünschtem Ausmass ausbreiten. Durch eine geschickte Standortwahl lässt sich dem bereits vorbeugen. Man wähle also einen Standort, wo sich der Bambus ausbreiten darf oder wo er bereits eine Grenze findet, zum Beispiel bei einer Mauer, die aber mindestens 60 cm in den Boden reichen muss. Fehlt eine solche Grenze, so ist eine so genannte Rhizomsperre einzubauen. Am besten geeignet sind spezielle Rhizomsperren in Form von Kunststofffolien, wie sie gute Baumschulen und Gartencenter im Angebot haben. Die Rhizomsperre muss mindestens 60 bis 100 cm in den Boden reichen.
Spezialfall Phyllostachys: Bambus der Gattung Phyllostachys ist sehr konkurrenzstark und von sehr kräftigem Wuchs. Dies trifft insbesondere auf die unterirdischen Sprossteile, die Rhizome zu. Als Rhizomsperre für Phyllostachys dürfen nur qualitativ einwandfreie Produkte verwendet werden. Die Rhizomsperre muss mindestens 1 m tief in den Boden reichen und sorgfältig montiert werden. Je nach Bodenbeschaffenheit bleibt ein Risiko, dass Phyllostachys unter der Rhizomsperre durchwächst.
Bambus der Gattung Phyllostachys ist nicht geeignet zur Bepflanzung von Dachterrassen und Tiefgaragen.
Beim Einbau der Rhizomsperre ist wie folgt vorzugehen:
- Wählen Sie als Rhizomsperre ein qualitativ hochstehendes Produkt, welches sich sicher verschliessen lässt.
- Rund um den späteren Standort des Bambus ist ein genügend tiefer Graben auszuheben.
- Rhizomsperre sorgfältig in den Graben stellen. Unbedingt darauf achten, dass Fugen und Anschlüsse dicht sind, damit die Rhizome nicht durch Ritzen in die Umgebung hinauswachsen können. Die Rhizomsperre sollte fertig montiert ca. 5 cm über den Boden hinausragen.
- Graben zuschütten. Bei Phyllostachys Boden am inneren Rand der Rhizomsperre ca. 20 cm breit gut verdichten.
Pflege, Bewässerung, Düngung
Bambus bedarf nur einer geringen Pflege. Insbesondere sind abgestorbene Halme möglichst bodeneben abzuschneiden. Darüber hinaus ist es dem persönlichen Geschmack überlassen, ob der Bambus eher dicht wie in der Natur oder locker und elegant stehen soll.
Bei Bambus, die von einer Rhizomsperre umgeben sind, müssen über die Sperre hinauswachsende Rhizome regelmässig abgeschnitten werden.
Bambus muss, besonders in Trockenperioden, regelmässig bewässert werden. Zu hohe Wassergaben können aber zu Staunässe führen.
Bambus benötigt eine reichliche Düngung. Diese kann entweder durch gut verrotteten Mist oder einen stickstoffhaltigen Handelsdünger sicher gestellt werden.
Infos zu Bambus |
Informationen
über das Sortiment von Bambus, welches
in Baumschulen, Staudengärtnereien
und Gartencentern erhältlich ist, finden
Sie im Buch "Pflanzen für unsere Gärten". |
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