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Bambus gedeiht in jedem normalen Gartenboden. In sandigen und sehr schweren Böden ist sein Wuchs allerdings nicht so üppig. Was der Bambus nicht erträgt, sind Böden mit Staunässe.

Gewisse Bambusse benötigen einen sonnigen Standort, andere eher einen halbschattigen bis schattigen. Den spezifischen Standortansprüchen einer Art ist Rechnung zu tragen.

Bei der Wahl des Standortes ist schliesslich die gestalterische Wirkung, die der Bambus haben soll, in Betracht zu ziehen.

 
Bambus kommt natürlicherweise in sehr unterschiedlichen Klimazonen vor, von der gemässigten über die subtropische bis zur tropischen. Es gibt also Bambusse, die in unserem Klima problemlos gedeihen und auch sehr tiefe Wintertemperaturen ertragen. Andere gedeihen nur in Gebieten mit mildem Klima oder benötigen einen Winterschutz. Tropische Bambusarten sind schliesslich auf einen – unter Umständen geheizten – Wintergarten angewiesen. Lassen Sie sich in Ihrer Baumschule oder in Ihrem Gartencenter bei der Wahl Ihres Bambus beraten.

 

Pflanzung eines Bambus

  1. Eventuell Einbau einer Rhizomsperre
    (siehe unten)
  2. Bambus im Container vor dem Setzen gut giessen.
  3. Genügend weite Pflanzgrube ausheben.
  4. Um dem Bambus ein Nährstoffdepot zur Verfügung zu stellen, zuunterst im Pflanzloch etwa 2–3 l gut verrotteten Kompost einbringen.
  5. Container (Topf oder Folie) vom Wurzelballen entfernen.
  6. Wurzelballen mit dem Messer an mehreren Stellen ca. 1 cm tief einschneiden.
  7. Die Pflanze so tief in die Grube stellen, dass der Ballen bündig mit der Bodenoberfläche zu stehen kommt. In ganz lockeren Böden können Bambusse evtl. etwas tiefer gepflanzt werden.
  8. Die Erde der Kulturschicht evtl. mit Kompost oder feuchtem Torf mischen und rund um den Ballen einfüllen.
  9. Einschwemmen (mit reichlich Wasser giessen) und eine Giessmulde erstellen.
  10. Anschliessend kann der Boden mit 2–3 l/m2 Kompost, Mulch oder Laub abgedeckt werden.

    Wichtig: Nach dem Pflanzen, besonders bei trockener Witterung, regelmässig giessen.

Ausläufer treibende Bambusse, Einbau einer Rhizomsperre
Gewisse Bambusse treiben Ausläufer und können sich dadurch im Garten in unerwünschtem Ausmass ausbreiten. Durch eine geschickte Standortwahl lässt sich dem bereits vorbeugen. Man wähle also einen Standort, wo sich der Bambus ausbreiten darf oder wo er bereits eine Grenze findet, zum Beispiel bei einer Mauer, die aber mindestens 60 cm in den Boden reichen muss. Fehlt eine solche Grenze, so ist eine so genannte Rhizomsperre einzubauen. Am besten geeignet sind spezielle Rhizomsperren in Form von Kunststofffolien, wie sie gute Baumschulen und Gartencenter im Angebot haben. Die Rhizomsperre muss mindestens 60 bis 100 cm in den Boden reichen.

Spezialfall Phyllostachys: Bambus der Gattung Phyllostachys ist sehr konkurrenzstark und von sehr kräftigem Wuchs. Dies trifft insbesondere auf die unterirdischen Sprossteile, die Rhizome zu. Als Rhizomsperre für Phyllostachys dürfen nur qualitativ einwandfreie Produkte verwendet werden. Die Rhizomsperre muss mindestens 1 m tief in den Boden reichen und sorgfältig montiert werden. Je nach Bodenbeschaffenheit bleibt ein Risiko, dass Phyllostachys unter der Rhizomsperre durchwächst.

Bambus der Gattung Phyllostachys ist nicht geeignet zur Bepflanzung von Dachterrassen und Tiefgaragen.

Beim Einbau der Rhizomsperre ist wie folgt vorzugehen:

  1. Wählen Sie als Rhizomsperre ein qualitativ hochstehendes Produkt, welches sich sicher verschliessen lässt.
  2. Rund um den späteren Standort des Bambus ist ein genügend tiefer Graben auszuheben.
  3. Rhizomsperre sorgfältig in den Graben stellen. Unbedingt darauf achten, dass Fugen und Anschlüsse dicht sind, damit die Rhizome nicht durch Ritzen in die Umgebung hinauswachsen können. Die Rhizomsperre sollte fertig montiert ca. 5 cm über den Boden hinausragen.
  4. Graben zuschütten. Bei Phyllostachys Boden am inneren Rand der Rhizomsperre ca. 20 cm breit gut verdichten.

Pflege, Bewässerung, Düngung
Bambus bedarf nur einer geringen Pflege. Insbesondere sind abgestorbene Halme möglichst bodeneben abzuschneiden. Darüber hinaus ist es dem persönlichen Geschmack überlassen, ob der Bambus eher dicht wie in der Natur oder locker und elegant stehen soll.

Bei Bambus, die von einer Rhizomsperre umgeben sind, müssen über die Sperre hinauswachsende Rhizome regelmässig abgeschnitten werden.

Bambus muss, besonders in Trockenperioden, regelmässig bewässert werden. Zu hohe Wassergaben können aber zu Staunässe führen.

Bambus benötigt eine reichliche Düngung. Diese kann entweder durch gut verrotteten Mist oder einen stickstoffhaltigen Handelsdünger sicher gestellt werden.

Lieferanten finden Pflanzanleitung als PDF-Datei zum Ausdrucken
 
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Infos zu Bambus
Informationen über das Sortiment von Bambus, welches in Baumschulen, Staudengärtnereien und Gartencentern erhältlich ist, finden Sie im Buch "Pflanzen für unsere Gärten".

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