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Stauden sind mehrjährige Pflanzen, die im Winter einziehen,
um im Frühjahr wieder neu auszutreiben. Wir unterscheiden
dabei die folgenden Kategorien:
- Blütenstauden. Zu ihnen gehören beispielsweise
die Lupinen, der Eisenhut, die mehrjährigen Astern
sowie die meisten Alpenpflanzen. Die Blütenstauden
wiederum lassen sich in mehrere Gruppen einteilen –
so in Beetstauden, Steingartenpflanzen und so genannte
Wildstauden
- Freilandfarne
- Ziergräser
- Sumpf- und Wasserpflanzen
- Gewürzkräuter
Stauden bringen Farbe in den Garten. Im Sommer und Herbst
entwickeln sie eine unwahrscheinliche Blütenfülle,
und selbst in der kalten Jahreszeit stehen manche Stauden
in Blüte. Es gibt kaum einen Standort im Garten, für
den sich nicht die eine oder andere Pflanze aus dieser artenreichen
Pflanzengruppe eignen würde.
Die so genannten Pracht- oder Beetstauden prägen die
Rabatten rund um das Haus. Mit Steingarten- und Trockenmauerpflanzen
lassen sich Mauern und Steingärten mit bunten Blütenteppichen
überziehen. Und mit anderen Stauden wiederum können
grosse Flächen dauernd begrünt und mit jahreszeitlich
wechselnden Farbakzenten versehen werden. Unter den Stauden
finden sich auch welche, die im Schatten von Gehölzen
gedeihen. Und mit den Sumpf- und Wasserpflanzen schliesslich
lässt sich eine attraktive Bepflanzung des Feuchtbiotops
realisieren.
Allerdings müssen Stauden standortgerecht gepflanzt
werden, wenn sie sich optimal entwickeln und über lange
Zeit Freude bereiten sollen. Dabei ist namentlich zu beachten,
ob eine Staude für ihr gutes Gedeihen einen sonnigen,
halbschattigen oder schattigen Standort benötigt und
ob der Boden feucht, frisch oder trocken sein muss. In Ihrem
Gartencenter, Ihrer Staudengärtnerei oder in Ihrer
Baumschule berät man Sie in dieser Frage kompetent
und sicher. Hinweise auf Standortansprüche finden sich
auch auf den Pflanzenetiketten und in Staudenkatalogen.
Gruppierung der Stauden
nach "Lebensbereichen"
Gute und bisweilen überraschende Effekte lassen sich
erzielen, wenn man verschiedene Stauden mit analogen Standortbedürfnissen
zu lebendigen Bepflanzungen arrangiert. Man spricht dabei
von so genannten «Lebensbereichen». Im Wesentlichen
werden die Pflanzen in acht derartige Bereiche gruppiert,
aus welchen sich im Garten attraktive «Lebensgemeinschaften»
bilden lassen. In solche Bepflanzungen können nicht
nur Blütenstauden, sondern auch Farne, Ziergräser
und selbst Gewürzkräuter mit gleicher Standortvorliebe
integriert werden.
Hier eine kurze Übersicht über diese acht Haupt-Lebensbereiche
mit ihren wichtigsten Charakteristiken:
Lebensbereich «Beet»
Geeignet sind Rabattenstauden wie Rittersporne, Lupinen,
Astern oder Phlox. Diese lieben humose, nährstoffreiche
Böden, die regelmässig gelockert und offen gehalten
werden müssen.
Lebensbereich «Freiflächen»
«Freiflächen» sind offene, sonnige
Standorte, die weitgehend ausserhalb des Schattenwurfs von
Bäumen, Sträuchern und Gebäuden liegen. Hier
gelangen Stauden zum Einsatz, die zum Gedeihen viel Sonne
benötigen. Es gibt sowohl Arten, die auf feuchte Böden
angewiesen sind, wie auch solche, welche eine gewisse Trockenheit
bevorzugen.
Lebensbereich «Steinanlagen»
Hier kommen Trockenmauer- und Steingartenpflanzen zum Zuge,
welche steinige, nährstoffarme Böden und sonnige
Standorte lieben. Oft genügt diesen Pflanzen lediglich
eine Mauerritze zum guten Gedeihen.
Lebensbereich «Alpinum»
Alpenpflanzen verlangen für ihr optimales Gedeihen
einen Lebensraum, der die in Gebirgsgegenden herrschenden
Bedingungen teilweise nachvollzieht. Die Anlage setzt einige
Fachkenntnisse voraus. Es empfiehlt sich deshalb, vorgängig
entsprechende Fachliteratur zu studieren oder sich beraten
zu lassen.
Lebensbereich «Gehölzrand»
Hier sind Stauden zu bevorzugen, die besonders gut in der
Nachbarschaft von Gehölzen gedeihen und einen guten,
humosen Boden lieben. Es gibt Arten, die warme, sonnige
Gehölzränder lieben und andere, die besser an
kühler, halbschattiger bis schattiger Lage gedeihen.
Lebensbereich «Gehölz»
Dieser Lebensbereich erfordert Stauden, die in schattiger
bis halbschattiger Lage gedeihen. Dabei wird unterschieden
zwischen artenreichen Gehölzgruppen mit nährstoffreichen
Böden und artenarmen Gehölzgruppen mit nährstoffarmen
Böden.
Lebensbereich «Wasserrand»
Für die Bepflanzung der Randgebiete von Wasserflächen
eignen sich spezifische Sumpfpflanzen. Dabei benötigen
die einen lediglich einen feuchten, die andern dagegen einen
sumpfigen Boden oder sie wollen gar in mehr oder weniger
tiefem Wasser stehen.
Lebensbereich «Wasser»
In Gartenteichen und Biotopen schliesslich gelangen
die eigentlichen Wasserpflanzen zum Einsatz, die ausschliesslich
in mehr oder weniger tiefem Wasser gedeihen. Bei verschiedenen
Arten ragen die Triebe und Blätter über den Wasserspiegel
hinaus, bei anderen befinden sie sich ganz im Wasser. Bei
einer dritten Kategorie wie beispielsweise dem «Froschbiss»
schwimmen die Pflanzen im oder auf dem Wasser. Die Anlage
eines Gartenteichs oder Feuchtbiotops und deren richtige
Bepflanzung setzen einige Fachkenntnisse voraus. Es empfiehlt
sich deshalb auch hier, vorgängig die einschlägige
Fachliteratur zu konsultieren oder sich durch Fachleute
beraten zu lassen.
Gartenfreunde, die solche lebensbereichsspezifischen Staudenpflanzungen
realisieren möchten, können sich in Gartencentern,
Baumschulen und Staudengärtnereien einschlägige
Fachliteratur besorgen. Auch gute Pflanzenkataloge und Preislisten
geben über die bevorzugten Standorte der beschriebenen
Stauden Auskunft.
Informationen zu Stauden |
Informationen
über das Sortiment von Stauden, welches
in Baumschulen, Staudengärtnereien
und Gartencentern erhältlich ist, finden
Sie im Buch "Pflanzen für unsere Gärten". |
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